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Checkliste für das Coaching-Erstgespräch

04 Mai 2018, Veröffentlicht von Wolfgang Strobel in Allgemeines, Business, Business-Coaching, Coaching, Erfolg, Life-Coaching, Potential, Team-Coaching
Checkliste Erstgespraech

Durch ein Coaching erhoffen sich Menschen Hilfe in den verschiedensten Bereichen, bei denen sie alleine bisher keine Lösung gefunden haben. Doch bevor Sie starten und einen Coach verpflichten, sollten Sie ein sogenanntes Erstgespräch führen.

Das Erstgespräch zum Kennenlernen

Durch das (meist kostenlose) Erstgespräch lernen sich die beiden Parteien – Coach und Coachee bzw. KlientIn – kennen. Dabei werden die Rahmenbedingungen und wichtigsten Punkte für die mögliche, zukünftige Zusammenarbeit abgeklärt. Dies ist für den Erfolg eines Coachings unerlässlich.

In erster Linie steht dabei das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund. Coach und Coachee arbeiten sehr eng zusammen, manchmal auch über einen längeren Zeitraum. Es wird im Coaching oft über sehr persönliche Dinge gesprochen. Und so ist es für ein erfolgreiches Coaching elementar, das die Chemie zwischen beiden Parteien stimmt und ob eine vertrauensvolle Coaching-Beziehung aufgebaut werden kann.

Denn ohne Offenheit können im Coaching besonders heikle Bereiche eher nicht angesprochen werden. Diskretion sollte dem Coachee klar bewusst gemacht werden, damit er sich offen in den Prozess einbringen kann.

Die Auftragsklärung

Der zweite wichtige Punkt im Erstgespräch ist die Auftragsklärung. Dabei werden auch die Ziele und Erwartungen besprochen. In welchen Punkten erwarten Sie sich Hilfe vom Coach? Was wollen Sie mit dem Coaching erreichen? Je genauer Sie wissen, was Sie sich von diesem Coaching erhoffen, um so eher werden Sie Ihre Ziele erreichen.

Ebenfalls sehr wichtig ist es, dass Sie als Coachee erfahren, wo die Grenzen und „Risiken“ eines Coaching liegen. Ein professioneller und seriöser Coach wird den Klienten explizit darauf hinweisen, was mit einem Coaching erreicht werden kann und was nicht.

Ebenso müssen sich Coach und Coachee hinsichtlich der ethischen Fragen einig sein, die mit einem Prozess bewusst herbeigeführter Veränderungen aufgeworfen werden. Wie weit will der Coachee verändert werden? Innerhalb welchen Rahmens darf der Coach bewusst beeinflussen?

Die Freiwilligkeit des Coachings muss sichergestellt sein. Im Fall einer Beauftragung durch ein Unternehmen darf es für den Klienten keine negativen Folgen haben, wenn er sich dagegen entscheidet. Auch sollte prinzipiell im Rahmen des Erstgeprächs keine Entscheidung für ein Coaching getroffen werden. Der zukünftige Coachee benötigt angemessen Zeit um sich zu überlegen, ob er mit dem Coach zusammenarbeiten kann.

Hier einige grundsätzliche Fragen, die sich der zukünftige Coachee stellen sollte:
  • Begegnet mir der Coach auf Augenhöhe?
  • Ist mir der Coach sympathisch, kann er menschlich überzeugen?
  • Hat der Coach die nötige Kompetenz für meinem speziellen Fall?
  • Versteht der Coach meine Branche, mein Aufgabenfeld?
  • Wie hoch ist meine Bereitschaft, neue Sichtweisen zuzulassen und Veränderungen herbeizuführen?
  • Wie hoch ist das Coaching-Honorar und welcher sonstiger Aufwand ist mit dem Coaching verbunden?
  • Ist das Erstgespräch gratis oder wird es bei Auftragserteilung angerechnet?
  • Wie lange kann mein spezifischer Coaching-Prozess dauern?
  • Welchen Gesamteindruck hinterlässt der Coach und fühle ich mich bei ihm in guten Händen?

Grundsätzlich ist es hilfreich, wenn der Klient seine Fragen für das Erstgespräch schriftlich formuliert. Zum einen zwingt dies den zukünftigen Coachee strukturiert über sein Anliegen nachzudenken. Zum anderen hilft es dem Coach, die Erwartungen und Ziele des Klienten besser kennenzulernen.

Cooling-down

Lässt sich bereits im Erstgespräch erkennen, dass sich der Coachee in einem Zustand emotionaler Belastung befindet, bietet sich ein sogenanntes „Cooling-down“ an.

Hier kann der Coach dem Coachee eine erste Unterstützung geben und ihm Entlastung verschaffen. Dies kann auch dazu dienen eine erste Sicht auf das Problem vorzunehmen, die Problemsituation zu analysieren und die Handlungsfelder abzugrenzen.

Dies darf jedoch nicht dazu führen, dass die eigentlich im Erstgespräch zu klärenden Fragen einfach übergangen werden.

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